Über mich

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dies wird ein Blog über mein Leben. Ein Leben mit einer chronischen Krankheit, mit zwei kleinen Kindern mit Eltern und Großmutter in einem Haus, einem übergewichtigen Hund und ständigen Geldproblemen. Ich kämpfe an allen Ecken und zusätzlich habe ich das Bedürfnis entdeckt zu schreiben. Was? Alles! Meine Krankheit, Gedichte, Erotik und das, was so passiert. Und in allem möchte ich den Spannungsbogen finden, um ihn bis zum Schluss zu halten. Ob es mir gelingt, lesen Sie hier …

Mittwoch, 23. März 2011

Ich bin nicht ... 1-wie alles begann

Welch schöner Morgen? Wir haben eine gute Nacht verbracht und ich bin wieder mal mit Tatendrang bepackt. Hier kommt das erste Kapitel!

Wie alles begann

Ich hatte schon seit ein paar Tagen ein seltsames Gefühl in den Beinen. Es fing bei den Zehen an, war besonders stark am Knöchel und kroch langsam aber stetig aufwärts. Ich weiß noch wie ich auf meinem dunkelblauen Ledersofa in einem kleinen Häuschen, welches meine Eltern mir nach meiner Rückkehr in die Heimat hergerichtet hatten, saß und überlegte, dass mich jetzt wohl meine Raucherei eingeholt hatte. Eindeutig! Durchblutungsstörungen diagnostizierte ich mir. Ich konnte ewig im Schneidersitz sitzen, ohne das Gefühl zu haben die Beine schlafen mir ein. Die waren sowieso eingeschlafen und wurden ja gar nicht mehr wach. Es war ein Gefühl wie mit einer nassen engen Hose bekleidet zu sein. Aber ich konnte sie nicht ausziehen. Gangprobleme führte ich auf die fehlenden Gefühle in den Beinen zurück. Damals. Ich wollte es abklären lassen und ging zum Arzt. Mein Hausarzt dachte sofort an Bandscheibenprobleme. Gut zum Facharzt. Der wiederum schickte mich nach zwei Terminen zum Neurologen. Der testete mich und drei Tage später fand ich mich in der neurologischen Uniklinik wieder zur genaueren Abklärung.

Ich will mich gar nicht so genau daran erinnern. Es war das Grauen!

Dienstag, 22. März 2011

Dienstagmorgen

Also nach dieser Nacht, werde ich wohl heute nicht wirklich weit kommen! Ich hatte ein kleines hustendes Kind neben mir liegen. Jetzt liegt es auf dem Sofa und ich ­versuche mich zu sammeln.
Obwohl ich eigentlich gestern Abend noch sehr interessante Dinge im Fernsehen gesehen habe. Ich wusste nicht, ­dass die Menschheit speziell die Deutschen planen jetzt auch noch die Tiefsee auszubeuten. Ohne eine Ahnung zu haben, von dem, was sie da tun. Keine Ahnung, was dort lebt, wie es lebt und ob es möglicherweise Auswirkungen auf das gesamte ökologische System der Erde haben könnte. Das Buch „Menschenzeit“ und „Ausbeutung der Tiefsee“ gibt es schon, also auch Personen, die es bekannt machen und für gefährlich halten. Ob man da mit der nächsten Wahl etwas ändern kann? Ich werde es versuchen!

Montag, 21. März 2011

Ich bin nicht meine Krankheit - Seite 1

Ich habe beschlossen meine Krankheits- oder besser Gesundheitsgeschichte festzuhalten und dies schon vor einem Jahr. Die ersten zehn Seiten waren auch recht schnell geschrieben. Dann musste ich aufhören. Jetzt werde ich weiter daran arbeiten – meine Probleme und Erfolge will ich in diesem Online-Tagebuch festhalten.

Damit jeder weiß, wovon ich rede, hier die erste Seite ...

„Ich bin nicht meine Krankheit“, ist das Erste was mir einfiel, als ich versuchte mich einzulassen auf eine Geschichte über mich. Anscheinend kann man mit seiner Krankheit Geld machen. Ich ärgere mich ein wenig über Menschen, die ihre Krankheit nutzen, um ins Gespräch zu kommen. „Wie du das kannst! Toll! Woher nimmst Du nur die Kraft?“ Klasse, wie viele Kranke gibt es die mit ihren Gebrechen einfach leben müssen. Als Kassiererin, Erzieher oder kaufmännische Angestellte. Ohne, dass man es ihnen ansieht. Sie müssen ihren Tagesablauf dem „neuen“ Leben anpassen.
Ich will wegen meiner Fähigkeiten gelobt werden. Nicht aufgrund der Fähigkeit mit einer Behinderung zu leben.

Aufgefallen ist es mir, als ich meinen regelmäßigen MS-Newsletter überflog.
Der erste Artikel:
Kampf gegen eiskalte Scham
Für den MS-kranken Künstler Maximilian Dorner ist Schweigen das Schlimmste.
Vor vier Jahren ist der Schriftsteller Maximilian Dorner an Multiple Sklerose erkrankt. Heute ist er behindert - und weiterhin erfolgreich.

Was heißt hier weiterhin erfolgreich? War er vorher so erfolgreich? Ich denke er nutzte die Gunst der Stunde, um Aufmerksamkeit zu erringen. Und ehrlich gesagt bin ich etwas neidisch auf Herrn Dorner. Und wie kurz vorher gelesen auf die Dame im Brigitte Blog, die dort ihre Tage mit MS und ihren Gedichten beschreibt. Würden diese Gedichte auf dem freien Markt ohne Krankheit bestehen können?

Samstag, 19. März 2011

Ein Anfang

Mittendrin wieder mal ein Anfang. Jetzt hier und heute. Mein eigener Blog. Ich werde mich hier einlassen und auslassen. Ich hoffe auch für andere Interessant, aber wie sagt ein guter Freund. "Das weiß man immer erst hinterher"

Also, gleich morgen geht es los.

Bis dahin einen schönen Samstag.

Sabrina